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    Ungelesen

    Der Autor ist tot, ist neulich gestorben, ist morgens ganz einfach nicht wieder erwacht. Er war schon recht alt, wär bald 90 geworden – die Andern und ich haben Tränen gelacht bei all seinen Worten und Sätzen, Geschichten von Helden und Schurken durch Welten gelenkt in wohlklingender Sprache in Versen, Gedichten; hat Zeit seines Lebens uns Träume geschenkt.

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    „Märchenland“ veröffentlicht!

    Nach langem Hin und Her – nach tausendfacher Bearbeitung und gefühlten Jahren der Bearbeitung habe ich heute – pünktlich zum Tag der deutschen Einheit mein Buch „Märchenland“ veröffentlicht… Einfach und sicher mit der Book-on-Demand-Technologie von lulu.com zu bestellen: http://www.lulu.com/spotlight/chaosprinz

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    Wir schaffen die Zeit ab

    Du rennst. Du weißt. Du musst. Termine. Zwänge. Frust. Melancholie statt Lebenslust. Kommt die Erkenntnis unbewusst: Wir schaffen die Zeit ab. Sonst schaffen wir uns ab. Wir schaffen die Zeit ab. Denn sie ist eh knapp. Wir schaffen die Zeit ab. Sonst geht es bergab. Wir schaffen die Zeit ab. Wer braucht diesen Maßstab. Wir schaffen die Zeit ab. Wir schaufeln ein Zeitgrab. Da. Plötzlich. Innehalten. Den Turbo einfach abschalten. Du siehst, du riechst, du schmeckst, den Reichtum den du entdeckst – wenn der Adler sich in die Lüfte hebt und jede Faser deines Seins belebt. Doch es bleibt nur ein kurzer Traum, es ist vorbei als es begonnen kaum.…

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    Tintenschwert

    Worte können Schwerter sein, wie Granaten explodieren – ihre Splitter dringen tief selbst in dickste Köpfe ein. Worte können losmarschieren, sobald sie jemand rief – wie tödlich scharfe Messerklingen stechen sie in kalte Herzen, bohren Löcher ins Bewusstsein, können Riesen niederringen, das Übel dieser Welt ausmerzen, reißen jede Mauer ein. Doch all die Worte helfen nicht und können nichts erbauen, werden Sinn und Zweck verlieren wenn keiner sie je spricht. Jemand muss sich folglich trauen, seinen Zorn zu formulieren, all die Sätze laut zu sagen, harte Worte und die schlauen. Doch alte Narren gibt’s nicht mehr, wer sonst wohl könnt‘ es wagen? Es wird Zeit, sich umzuschauen, es müssen neue…

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    Die alte Frau und das Zeitglas

    Eine alte Frau hatte vom Teufel eine Sanduhr bekommen, in der ihre Lebenszeit als feiner Sand unaufhörlich durch die Gläser rieselte, von oben nach unten, unaufhaltsam. Jeden Tag schaute die alte Frau fortan auf ihre Sanduhr und freute sich, dass noch so viel Sand im oberen Glase war und ihr Lebensende noch so weit entfernt schien. Doch mit jedem einzelnen Tag wurde der Sandberg im unteren Glas der Sanduhr höher – und ihre verbleibende Zeit wurde immer weniger. Und weniger. Und weniger. Wo sie also vor Jahren noch jeden Tag voll Freude auf Ihre Sanduhr geschaut hatte, saß sie nun griesgrämig am Frühstückstisch und fragte sich, wie es hatte passieren…

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    Rad der Zeit

    Junges muss zu Altem werden, jeder Frühling wird zum Winter und auch deines Kindes Kinder wandeln nur begrenzt auf Erden. Was geboren wird muss gehen, Vergangenes kommt nicht zurück, doch jedes Ende wird zum Glück als Anfang  neu entstehen. Denn es dreht sich, dreht sich immer, langsam, sicher, urgemütlich, weiter, weiter, nimmt dich mit sich, wie ein Uhrwerk stoppt es nimmer! In der Sanduhr deines Lebens rinnt der Sand durch deine Hände, bis zum Ende, bis zum Ende. Willst ihn greifen, doch vergeblich, deine Zeit wird sicher enden. Jeder weiß es, jeder weiß es, du bist Teil des Zeitenkreises, sollst den Sand nur nicht verschwenden. Denn es dreht sich, dreht sich…

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    Das Mädchen und der Wolf

    Einmal hat das kleine Mädchen im Wald einen Wolf getroffen. „Bist du der große, böse Wolf?“ fragte es ängstlich. „Nein“, antwortete der Wolf. „Ich bin seine Gefährtin.“ „Wirst du mich auffressen?“ fragte das kleine Mädchen. Die Wölfin lachte: „Nein, ich habe heute schon gefressen. Außerdem essen wir keine Menschen. Wir fürchten die Menschen. Wir gehen ihnen lieber aus dem Weg.“ „Warum habt ihr Angst vor uns? Wir tun euch doch nichts!“ Das kleine Mädchen war neugierig. „Ihr tut uns nichts?“ Die Wölfin wurde ärgerlich. „Ihr habt uns beinahe ausgerottet, zerstört unsere Lebensräume, nehmt uns unsere Nahrung…“ „Aber ICH habe doch nichts davon getan!“ sagte das kleine Mädchen ängstlich. „Wirklich!“ „Aber…

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    Deine Welt stirbt

    Es ist so, dass deine Welt stirbt – ich muss dir das so sagen, auch wenn es deinen Plan verdirbt ist’s eine Frage nur von Tagen: Wir steuern auf den Abgrund hin mit Sieben-Meilen-Schritten. Wir sollten tief auf unsern Knien die Erde um Verzeihung bitten! Du meinst, dass all die Mega-Schlauen den Ansatz einer Lösung hätten? Du kannst nicht auf die andern bauen, nur du kannst deine Welt retten. Vergiss die Politiker-Affen, die deine Welt zum Ende führ’n – die Natur hat dich erschaffen, du kannst sie in dir spür’n! Zeit, dass man versteh‘n beginnt, dass nicht wer Bäume kuscheln geht nicht mehr richtig tickt und spinnt, weil er die…

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    Ich schenk euch ein Geheimnis

    Alle Mythen sind Geschichte, Legenden längst zunichte, das Kollektiv scheint kalt und leer – die Welt trägt kein Geheimnis mehr.   Als Opfer der Entzauberung und Träumerei-Verweigerung, wird Wissenssucht zur Übermacht, der Mensch aus Glas bei Tag und Nacht.   Doch wer verleiht Gedanken Flügel, sprengt der Normen Zaum und Zügel, lässt euch vor Freude tanzen und Tagtraumblumen pflanzen?   Ich geb euch ein Geheimnis mit, das wie Seelendynamit, in eurem Kopf die Schranken und staubige  Gedanken allesamt ins Nichts verdrängt und eure Geistes-Ketten sprengt!   Ich schenk euch ein Geheimnis, still euer Seelen-Grund-Bedürfnis, geb euch Mythen und Geschichten, wovon in Versen und Gedichten der Barde Lieder singt und euch…